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Zur Person

Mein Name ist Sidney Maria Brascott und ich bin 21 Jahre alt.
Ich bin 1,75 Meter groß und habe glattes schulterlanges schwarzes Haar mit nem Pony bis zur Nase, zudem eine mausgraue Augenfarbe. Meine Augen haben eine ovale, asiatisch wirkende Form und mein Gesicht ist schmal. Es wirkt, durch die gleich proportionierten schmalen, matt rötlichen Lippen, oft sehr kindlich. Ich habe zudem auch eine kleine spitze Nase und ovale mittelgroße Ohren. Durch meine ebenmäßigen weißen Zähne wirke ich freundlich, doch durch die langen gepflegten Fingernägel, an den schmalen Fingern, meiner Hände, auch oftmals abschreckend. Ich habe Körbchengröße C und dünne Arme und Beine, meine Füße haben Schuhgröße 41. Mein Body ist eher sportlich ausgeprägt.
Meine beiden Ohren sind mit jeweils 3 Ohrlöchern im Ohrläppchen, und am rechten Ohr mit einem in der Krempe, gekennzeichnet. Mein rechter Nasenflügel ist ebenfalls gepierct. Ich trage oftmals Ohrstecker, keine Kreolen oder sonstiges. An Ringen trage ich nichts an den Fingern. Am Hals trage ich immer ein schwarzes Tatooband.
Meine alltäglichen Klamotten sind weiße ausgelatschte Turnschuhe, helle mit Löchern übersäte Jeans, enge Tops in den Farben Weiß bis Schwarz und hell- bis dunkelblau, darüber meist eine abgetragene Jeansjacke.
Meine Disco Klamotten sind Knie hohe Stiefel in den Farben weiß, schwarz und beige mit hohem Absatz (5cm), Minis in denselben Farben, Bauchfreie Tops in den Farben Rosa bis Pink, darüber meist eine seidene, durchsichtige Bluse.
Meine Klamotten, wenn ich nachts auf Achse bin sind schwarze „Schleicher“ (=Schuhe), enganliegende tiefschwarze Lederhosen, ebenso tiefschwarze Lederjacken (und zusammen gebundene Haare).
Meine Klamotten, zum ausgehen sind Kleider aller Art und Farbe, Stiefel aller Art (und ein französischer Zopf).
Mein Make – Up ist ein leichter weiß- silbriger Lidschatten, ein deutlich zu sehender schwarzer Lidstrich am oberen und unteren Augenlid, Wimperntusche (die die Wimpern verlängert und trennt).
Ich arbeite als „Postbote“ beim Jam Pouniy- Fahrrad- Kurier- Dienst.
Zumindest bis ich gefeuert werde......





Mein Leben und Ich!

Vergangenheit

>„Daddy . . . ?“ Ein heftiger Schlag mit der rechten Hand ins Gesicht und die Fünfjährige fällt in den kleinen dunklen Schrank unter der Treppe. Schnaubend vor Wut geht ihr Vater auf den Schrank zu und schließt diesen. „Aua! Daddy . . . das tat weh . . .“ schluchzt die Kleine im dunklen Schrank während ihr Vater den Schlüssel herumdreht. Leise vor sich hin redend macht er sich davon. „Daddy . . . Ich will hier raus . . . Es ist dunkel . . . Ich hab Angst!“, ruft die Kleine mit erstickter Stimme während sie versucht aufzustehen. Der Schrank ist jedoch selbst für sie zu klein, also setzt sie sich in eine der staubigen Ecken und fängt an zu weinen. Ihr Vater sitzt währenddessen im Wohnzimmer und schaut Fußball, wie jeder an seinem laute Gebrüll hätte erkennen können. „Mami . . . Melli . . . Tony . . . Ich will raus . . . !“ murmelt die Kleine vor sich hin, doch da hört sie ein >Klick<, die Tür des Schrankes öffnet sich und ihre Schwester steht in der Tür. „Psst!“, zischt sie, als sie ihren Zeigefinger auf die Lippen legt, „sei jetzt bloß still! . . . steh auf und hör auf zu weinen . . .“ Die Kleine steht auf und schleicht gemeinsam mit ihrer Schwester die Treppe hinauf. Oben angekommen, hören sie beide ein leises Quietschen. Erstarrt bleiben beide Mädchen stehen und schauen sich vorsichtig um. Ihr Bruder lugt durch einen Spalt zwischen seiner Zimmertür und Wand. „Tony . . .“, erleichtert schleichen beide Mädchen zu ihm hinüber. „Kommt schnell rein“ Nachdem sie durch die Tür in des Bruders Zimmer gegangen waren und dieser dann die Tür geschlossen hatte, bedeutete er der Fünfjährigen sich aufs Bett zu setzen. „Er hat sie wieder geschlagen und in den Schrank gesperrt . . .“, erzählt die Schwester ihrem Bruder. „Ich sehe das Veilchen und die Blutergüsse, Danke Melli“, erwidert dieser nur und wendet sich dann der Kleinsten zu. „Hat er es wieder grundlos getan?“ Er nimmt sie am Kinn, sodass sie ihn anschauen muss. „Oder hast du was ausgefressen?“ Daraufhin kullern der Kleinsten stumme Tränen übers Gesicht. „Ich . . .“, beginnt sie ,“Ich hab nichts getan . . . wirklich nicht . . .“ „Gut“, gab der Älteste zum besten und reichte ihr eine Dose Bier. „Kühl damit dein Veilchen.“ „Wo hast du das Bier her, Tony?“ „Ich hab’s dem Alten gestohlen, Melli. Um neun seid ihr beide verschwunden, klar!?“ „ Aber du weißt, daß wenn er dich mit dem Bier erwischt, noch schlimmer schlagen wird als jetzt?“ „Ach, der kriegt das in seinem Suff sowieso nicht mit“<


Gedanke

*In letzter Zeit denke ich oft an diese Nacht. An die Nacht, in der ich zum zweiten Mal, in meinem damals kurzen Leben, von meinem Vater geschlagen wurde. Grundlos. Mein Vater war Alkoholiker, seit meine Mutter bei meiner Geburt gestorben ist. Er hat sich selbst dafür immer Vorwürfe gemacht und um sich abzureagieren, meine Geschwister geschlagen. Irgendwann, in meinem fünften Lebensjahr, glaubte er den wahren Grund für ihren Tot, in mir gefunden zu haben. Seitdem schlug er auch mich, fast täglich. Um mich beispielsweise aus dem Schrank zu befreien oder meine Wunden zu pflegen, konnte ich mich immer 100 % auf meine Geschwister Melanie und Tony verlassen. Sie waren immer für mich da, standen mir oft zur Seite ohne das ich sie bitten musste, was sich bis heute stark verändert hat. Na ja, okay, 16 Jahre später, da verändert sich ein Mensch. Melanie hat sich nicht viel verändert, sie hat jetzt bloß braune Haare und ist größer. Tony hingegen hat sich sehr geändert, er ist größer, älter und dümmer geworden, zudem ist er rücksichtslos, verantwortungslos und ein Sturkopf. Ich habe mittlerweile sogar einen Job und eine gute Freundin gefunden. Über den Arbeitgeber George lässt sich streiten, er ist eigentlich ganz nett, nur ein wenig zu sehr auf seine Arbeit fixiert. Und das geht nicht nur mir auf die Nerven. Auch Sketchy und Sindy.....*


Sindy

„Hey Süße“, Sindy betritt Sydneys Zimmer und reißt sie aus ihren Gedanken. Sidney reagiert rasend schnell, flitzt zu Sindy und macht sie mit einem Tritt in die Magengegend unschädlich. Keuchend und sich den Bauch haltend geht Sindy zu Boden. Erschrocken erkennt Sidney Sindy, „ Oh! Sindy!“ „Ach ja, stimmt ja. . . erst anklopfen, auf eine Antwort warten und eintreten . . .“, mit einem halben Grinsen steht Sindy auf und setzt sich auf einen der in der Nähe stehenden Stühle. „Tut mir echt Leid, Sindy.“, nuschelt Sidney, „ich dachte du wärst ..“ Sie bricht ab und setzt sich wieder auf das Sofa vor dem Fenster von dem aus sie das Viertel sehen kann in dem die größten Hochhäuser ganz Seattles stehen. „Du dachtest ich wäre wer?“ ,herausfordernd faucht Sindy sie an. Sidney dreht sich langsam zu Sindy um und antwortet, leicht nervös, „Is doch egal . . .“ „Nein, ist es nicht! Wenn du denkst ich wäre jemand, den du gleich fertig machen musst, wenn du ihn war nimmst!“ Nach diesen Worten steht Sidney auf und faucht los, „Es kann dir doch Scheißegal sein für wen ich dich halte! So lang du bei so einem Verdacht nicht ums Leben kommst oder lebensgefährlich Verletzt wirst!“ Geschockt steht Sindy auf und sagt, „Ich bin dir sehr dankbar das du mich bei dir wohnen lässt, weil die Bullen mich aus meiner Wohnung geschmissen haben, aber du bist ja wirklich nicht zum aushalten! Ständig machst du dir nahestehende Personen zur Schnecke und neuerdings auch mich! Darüber hinaus hat man den Eindruck, dass du das grundlos tust und wenn man nachfragt, willst du nicht antworten oder sagst nur das du nicht darüber reden willst! Warum willst du nicht über deine Vergangenheit reden, warum hast du das Gefühl verfolgt zu werden???!!!“ „Ach, lass mich doch in Ruhe!“, blafft Sidney sie nur an, „Willst du mit mir immer über deine Privatangelegenheiten reden?! Nein! Oder frag ich dich jeden Morgen, was du am Abend mit deinen Livity Bräuten machst?! Nein!“ „Interessiert dich das wirklich?! Nun ja, ich vögel ´n bisschen mit denen rum, wenns dich so brennend interessiert. Aber ich tu ihnen nicht weh, im Gegensatz zu dir! Du verletzt deine Mitmenschen, körperlich und seelisch . . . Du ziehst dich immer weiter zurück, wenn jemand versucht dir nahe zu sein . . Ich frage dich, ist es für dich wirklich so schwer Gefühle zuzugeben? . . .“ „Ich . . .“- Sindy unterbricht sie, „Darauf fällt dir nichts ein, was?!“ Sindy schüttelt den Kopf und dreht sich um „ich gehe jetzt zu Marscha“, sie macht eine kleine Pause, „Das soll heißen ich werde dich heute abend nicht mehr stören, schließlich will ich nicht noch einen Tritt in den Magen!“ Sindy will gerade gehen da wirft Sidney ein, „Nein, du musst nicht gehen. Ich gehe, ich wollte sowieso noch Spazierengehen.“ Mit diesen Worten steht Sidney auf, geht zu Sindy, drückt sich an ihr vorbei zum Kleiderhacken, nimmt sich ihre schwarze Lederjacke und geht durch die Wohnungstür ins Treppenhaus, ohne ein Wort des Abschieds. Mit einem leisen „Puh...“, verlässt Sidney das Haus und geht den ´Highway to Heaven` entlang bis zu einem kleinen Park.


Der Unbekannte

In diesem Park befinden sich noch ein paar Jugendliche, die sich einen Spaß daraus machen, sich die Köpfe zuzukiffen. Sidney verdreht die Augen, als sie die Typen sieht, geht an ihnen vorbei, zu einer Bank, die ein paar Meter entfernt steht und setzt sich. Nach einer Weile des Nachdenkens, über den X-ten Streit mit Sindy, fällt ihr eine der Laternen ins Auge. Eine vermummte Gestalt lehnte an ihr und schien, Sidney zu beobachte. Sie bemühte sich nicht auf die Person zu achte, doch als diese begann langsam auf sie zuzukommen, war jede Bemühung der Ignoranz unmöglich. Die vermummte Person blieb ein paar Meter vor, der ruhig sitzen gebliebenen, Sidney stehen und demaskierte sich. Ein junger Mann mit kurzem dunkel blondem Haar und dunklen Augen kam zum Vorschein. Sidney schaute ihn fragend und gleichzeitig prüfend an, ohne sich von der Stelle zu bewegen. Der Mann lächelte. „Warum lächeln Sie mich denn so komisch an? Wollen Sie irgendwas von mir?!“, sofort springt Sidney auf und ballt die Hände zu Fäusten. Mit erhobenen Fäusten blieb Sidney vor dem Mann stehen, während dieser einen Schritt auf sie zuging. Sanft legte er seine Hände auf Sidney´s Fäuste, so das sie die Hände runter nehmen muss. Verwundert schaute sie in sein lächelndes Gesicht. „Wer sind Sie und was wollen Sie von mir?“ Der Mann ignorierte ihre Frage und fragte mit ruhiger, für Sidney vertrauten Stimme, “Wollen wir uns nicht setzen?“ „Ich will nicht sitzen. Ich will wissen wer Sie sind!“ Der Mann setze sich. „Setz dich und ich erkläre dir alles, Sidney.“ „Woher kennen Sie meinen Namen, verdammt?! Ich sag es noch einmal, ich will nicht sitzen!“ „Kein Grund laut zu werden. Na fein, wenn du unbedingt stehen bleiben willst, bitte.“ Der Mann holte tief Luft. „Du erinnerst dich wirklich nicht an mich, oder? Naja, es ist schließlich schon einige Tage her.“ Er machte eine kleine Pause und sagte dann, mit deutlicher Stimme: „Ich bin Simon O´Conner, dein kleiner One Night Stand von vor einer Woche.“ Erschrocken starrte Sidney Simon an. Antwortete aber einigermaßen ruhig: „An einen One Night Stand, mit einem Kerl wie Ihnen kann ich mich nicht erinnern. Das ist ja widerlich! Ich bin doch kein Betthäschen!“ „Ach, ich fand es recht angenehm. Du warst wirklich gut.“ „Das ist nicht wahr!“ Sidney hob ihre Hand um Simon eine Backpfeife zu verpassen, doch dieser sprang blitzschnell auf, stand dann plötzlich hinter ihr und hielt ihre Hand fest. Sidney drehte sich ebenso schnell um und löste ihre Hand aus seinem festen Griff. „Er ist schnell. Genauso schnell wie ich.“ ,dachte sie, als sie ihm wütend in die dunklen Augen sah. „Stimmt. Ich bin so schnell wie du, wenn nicht sogar noch schneller.“, sagte Simon und fing an hämisch zu grinsen. „Woher...“ „Woher ich weiß, was du gerade gedacht hast?“ Er hörte auf zu grinsen. „Das erzähle ich dir ein andermal, mein kleiner Engel.“ Dann drehte er sich um und verschwand in der Dunkelheit. Vollkommen perplex stand Sidney da und dachte: „So ein mieser Kerl. Als wenn ich mit so nem Typen ins Bett gehen würde.“ Sauer machte sie sich auf den Weg nach Hause. Der ´Highway to Heaven` war wie ausgestorben, kein Wunder, es ist schließlich kurz nach 12.00 Uhr. Im Treppenhaus schallte jeder Schritt, den Sidney ging bis sie in ihrer Wohnung war. Nachdem sie die Tür geschlossen hatte, ging sie schnurstracks in ihr Zimmer und achtete gar nicht erst auf Sindy, die mit Marscha auf dem Sofa rumknutschte. In ihrem Zimmer, warf sie die Tür zu, zog ihre Jacke aus, schmiß diese auf einen Stuhl und legte sich dann rücklings auf ihr Bett. Auf die weiße Decke starrend wiederholt Sidney die letzten vier Worte Simon´s: mein kleiner Engel. „Woher wußte der Kerl, was ich gedacht hatte? Das ist doch unmöglich. Es gibt keinen einzigen Menschen der Gedanken lesen kann. Oder etwa doch?“ Verwirrt sah sie auf ihre rechte Hand, dabei fiel ihr ein, dass Simon´s Hand eiskalt war, obwohl es draußen eigentlich recht warm war/ist. Und, dass er so schnell wie sie war, oder sogar noch schneller, war für sie auch ein Rätsel. Sidney verstand von der ganzen Sache nur Bahnhof, doch eins war sicher, dieser Typ war ihr nicht geheuer. Um nicht zu sagen unheimlich. Sie dachte noch eine Weile nach und schlief dann ein.


Wiedersehen

Nach einer traumlosen Nacht, wachte Sidney auf, machte sich fertig, trank einen Kaffee, wünschte Sindy nebenbei einen guten Morgen und ging dann aus der Wohnung, in den Keller um ihr Fahrrad zu holen. Mit dem Fahrrad fuhr sie dann zu ihrem Job, beim Jam- Pouniy- Fahrrad- Kurier- Dienst. In Gedanken, an den gestrigen Abend versunken, fuhr sie mitten auf der Straße und bemerkte nicht, dass ein Auto auf sie zu fuhr. Im letzten Moment sah sie das Auto, riss den Lenker nach links, sprang vom Fahrrad ab, das Auto schleifte es vor sich her, und Sidney landete seitlich vor ein paar Mülltonnen, die am Straßenrand standen. „Scheiße, tut das weh!“, sagte sie während sie sich aufsetzte und auf ihren linken Arm sah. Ihr linker Unterarm und der Ellenbogen waren aufgeschürft und bluteten leicht. Die Leute um sie herum, die das Ganze beobachtet hatten, gingen einfach weiter und unterhielten sich aufgeregt, über den spektakulären Absprung vom erfassten Fahrrad. Doch keiner kam zu ihr um ihr zu helfen. „Wenn man einmal nicht aufpaßt, so´n Mist!“ Schimpfte Sidney mit sich selbst, „und das Fahrrad ist jetzt auch weg, George wird mich in der Luft zerreißen.“ Dann bemerkte sie, dass jemand vor ihr stand und ihr eine helfende Hand hinhielt. Sie griff nach der Hand und wurde auf die Beine gezogen. Als sie sich gerade bedanken wollte, merkte sie, dass die Hand eiskalt war. Simon stand vor ihr. Sidney wollte keine Hilfe von ihm und drehte sich zum Gehen um. Doch Simon packte ihre rechte Schulter und drehte sie wieder um. „Wie wäre es mit einem Danke, Engelchen?“ Sidney sah ihn nur giftig an und meinte: „Warum sollte ich mich bei jemandem wie Ihnen bedanken?“ „Ganz einfach, ich habe dir hochgeholfen, während andere einfach vorbei gegangen sind.“ Er lächelte. „Warum siezt du mich eigentlich? Gute Freunde duzen sich.“ „Gute Freunde? Wir sind keine Freunde! Geschweige denn gute! Denn ich kenne Sie ja erst seit gestern Nacht. Und nennen Sie mich nicht Engelchen!“ Mit diesen Worten drehte sie sich um und rannte zu Jam- Pouniy. Dort angekommen, musste sie sich erst einmal eine Predigt von ihrem Chef George anhören, bevor sie für den Nachmittag frei bekam um sich den Arm verbinden zulasse und sich zu schonen. Sie ging also nach Hause und ließ sich von Sindy den Arm verbinden. Nach einer Stunde, die sich die beiden unterhalten hatten, vertrugen sie sich wieder. „Das ist ja wirklich unglaublich“, wiederholte Sindy immer wieder, „da bist du von diesem Fahrrad abgesprungen und dir ist nichts weiter passiert, als dieser aufgeschürfte Arm?“ „Wenn ich’s dir doch sage. Es ist nichts weiter. Keine Brüche, keine Prellungen, gar nichts.“ „Und dieser Typ, so wie du mir den beschreibst ist der mir auch nicht geheuer. Obwohl er gar nicht mal so schlecht aussehen würde. Ich meine wenn man auf das männliche Geschlecht steht...“ „Ich würde dir rate, bleib lesbisch, die Kerle sind furchtbar kompliziert. Ich verstehe ja nun einiges von Männern, aber aus diesem Kerl werde ich einfach nicht schlau. Ich kenne ihn seit gestern Nacht und er behauptet ich hätte vor einer Woche, eine Nacht mit ihm verbracht. Ich erinnere mich aber nicht daran.“ „Du kannst dich nicht daran erinnern, weil es nie geschehen ist.“ „Wie meinst du das?“ „Du warst an diesem Abend bis zum Morgen mit mir im ´Crash`. Wir haben Pool gespielt und ich bin dir nicht von der Seite gewichen.“ „Stimmt, du hast recht. Aber warum hat dieser Kerl das mit der Nacht behauptet?“ „Keine Ahnung. Vielleicht hat er auf dein Gedächnis appelliert und dich einfach nur anmachen wollen.“ „Ja, vielleicht... Aber woher wußte er was ich gedacht hatte?“ „Zufall, oder glaubst du an übersinnliche Kräfte, Hexen und Vampire?!“ „Natürlich nicht, aber...“ „Siehst du, also geh jetzt besser in dein Zimmer, ins Bett und ruh dich aus. Oder noch besser, schlaf ein bisschen.“ „Wenn du meinst.“ „Ich meine nicht nur, ich weiß. Also,“, sie zeigte mit dem Zeigefinger auf Sydneys Zimmertür, “ab ins Bett.“ „Ja, Mama.“, veräppelte Sidney sie und ging dann rasch in ihr Zimmer, schloss die Tür, zog sich um und ging ins Bett.

Die Eule

Die Stunden verstrichen und Sidney konnte nicht schlafen. Es war als ob dieser Simon ihr die ganze Zeit über im herumlaufen würde. Sie konnte ihn einfach nicht vergessen. Dann schlug auf einmal eines ihrer Fenster auf und die Scheiben zerbrachen. Sidney glaubte eine Gestalt erkennen zu können, doch wer sollte schon im 3. Stock vor ihrem Fenster schweben und sie erschrecken wollen? Ihr fiel da jemand ein, aber sie konnte sich nicht vorstellen, dass er schweben kann. Also stand sie auf und schloss ihr Fenster, im selben Moment flog eine dicke Eule an ihrem Fenster vorbei. Sidney erschrak, „Oh, mein Gott!“ Sie wich ängstlich zurück und fiel über ihre Lack- Lederstiefel. „Aua. Blödes Federvieh!“ Aufgerappelt und wieder in ihrem Bett sitzend kam ein weiterer Schock: ihr Arm war vollständig geheilt. „Wow. Okay, was geht hier ab? Das kann doch nicht sein.“ Sie sah noch einmal zu ihrem kaputten Fenster aus dem der Wind an den Scherben pfiff.


Überraschung

Sie nahm den Verband ab, zog sich an und schlich sich nach draußen, denn was zu viel ist, ist zu viel. „Jetzt reicht es, ich muss diesen Typen finden!“ Im Park angekommen, wo sich die beiden Sydneys Meinung nach kennen gelernt haben, setzte sie sich wieder auf die Bank und sah auf die Laterne. „Komm raus, komm raus, wo immer du bist...“, flüsterte Sidney in die stille Dunkelheit. „Bin da, bin da, ganz nah bei dir...“, flüsterte Simon ihr ins Ohr, der hinter der Bank stand. „Willst du dich nicht zu mir setzten, Simon?“ „Aber gern doch.“ Er setzte sich neben sie. „Woher der Sinneswandel, Engelchen?“ „Ich habe ein paar Fragen, die nur du mir beantworten kannst.“, sagte Sidney ruhig, bedacht ihm nicht in die Augen zu sehen. „Daher also der Sinneswandel. Na dann stelle mir deine Fragen.“ „Zuerst einmal möchte ich wissen warum du mir Lügen erzählst, dann warum du mich verfolgst und schließlich warum du so kalt bist, was deine Körpertemperatur betrifft?“ Ruhig und gelassen hatte Simon sich Sidneys Frage/n angehört und antwortete ebenso ruhig: „Ich möchte dir zu deinen Fragen nicht einzelne Antworten geben, sondern dir etwas erzählen.“ „Ach ja, und das währe?!“ „Ich will dir von einem Mädchen erzählen, das für etwas ganz besonderes bestimmt war und letzt endlich durch eigene Kraft, alles zerstörte. Und ich möchte das du mir bis zum Ende dein Gehör schenkst, denn es geht um dich. Sidney Maria Brascott.“ Sidneys Herz begann schneller zu schlagen, sie wußte von ihrer Vergangenheit nur, dass sie und ihre Geschwister von ihrem Vater geschlagen wurden und ihre Mutter tot ist. Doch nun war sie sehr gespannt darauf was Simon ihr zu berichten hatte. „Schieß los.“, bat Sidney und Simon begann. „Du bist kein normaler Mensch, Sidney. Du hast keine Eltern und keine Geschwister. Als du 10 Jahre jung wurdest, biss dich eine radioaktive Spinne und du wurdest, zu einem sogenannten Übermenschen. Andere magische Wesen, die von den Menschen „Hexen“ genannt werden, holten dich aus dem Waisenhaus in dem du bis zu dem Tag gelebt hattest und trainierten dich. Sie wollten sich deine Kräfte zu nutze machen, da du dich auch in kürzester Zeit selbst heilen kannst. Da du aber doch zu schwach für ihre Zwecke warst und sie kein Mädchen gegen die sogenannten „Vampire“ einsetzen wollten, löschten sie deine Erinnerung und gaben dir eine neue. Als kleine Entschädigung gaben sie dir Melanie und Tony, den beiden wurde auch das Gedächtnis genommen und ein neues gegeben, damit du nicht allein bist. Doch wie ich sehe haben sie sich von dir abgekapselt.“ Er machte eine kleine Pause um zu sehen wie Sidney darauf reagierte, doch sie zeigte keine Mimik und so fuhr er fort: „Ich habe dich eine Zeit lang beobachtet, und dein Verhalten studiert. Als ich dir dann von dem angeblichen ONS erzählt habe, wollte ich nur testen wie lange es dauert bis du dich aufregst und gewalttätig wirst.“ Er schwieg und sah Sidney an, die ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter machte und darüber nachdachte, was sie gerade gehört hatte. Nach einer guten viertel Stunde, die sie brauchte um alles zu verarbeiten, fragte sie, „Und was bist du dann für ein Wesen und warum erzählst du mir das alles? Und du hast mir noch nicht gesagt, warum du so kalt bist." „Ich bin dein Wächter. Ich erzähle dir davon, weil die „Engel“ deine Hilfe brauchen. Warum ich so kalt bin? Ganz einfach, weil das eben meine Körpertemperatur ist.“, sagte er leicht verärgert aber gelassen. „Die- Engel- brauchen- meine- Hilfe- ?“, sagte Sidney stockend und mit immer höher werdender Stimmen. „Ja, darum bin ich hier, um dich zu trainieren und dich auf deine Mission vorzubereiten.“ „Meine Mission?!“, ungläubig sah Sidney Simon an. „Ja, deine Mission,“, er sah auf seine pechschwarze Armbanduhr und dann in den Himmel, in dem die Wolken langsam begannen sich zu verfärben, „aber dazu später. Ich würde sagen, du lässt deinen schlecht bezahlten Job sausen, schmeißt deine kleine Freundin raus und kaufst dir ein paar anständige Klamotten, die ordentlich was aushalten können. In einem Monat treffen wir uns Punkt 6.00 Uhr hier. Bis denne, Engelchen.“ Simon stand auf und ging davon, um nicht zusagen er wurde in der Ferne eins mit der Morgenröte.

1 Monat vergeht schnell

Am Anfang dachte Sidney noch, ein Monate, das ist viel Zeit. Doch er verging wie im Flug und richtete ungemeinen Schaden an. Er zerstörte eine lange Freundschaft, machte Sidney einsam und unsicher, was so gar nicht ihre Art war. Er raubte ihr, ihren letzten Schein, für widerstandsfähige Klamotte die auch einigermaßen gut aussahen. In der letzten Woche machte Sidney es sich zur Aufgabe, ihren Job zu kündigen. Ihr Chef George machte fast Luftsprünge, als er davon erfuhr. Sie bekam ihr Geld für die letzten drei Monate, verabschiedete sich von ihren Kollege, um nicht zu sagen von Sketchy, weil die anderen sie ebenso sehr mochten wie George, und ging langsam zurück nach Hause. Niedergeschlagen und vereinsamt, verbrachte sie die restlichen Tage in ihrer Wohnung und setzte keinen Fuß vor die Tür. „Meine Güte, nun mach doch nicht so ein Gesicht. Freu dich, du wirst bald eine Mission im Auftrag der Engel ausführen und von einem eiskalten Wächter trainiert.“, sagte Sidney zu sich selbst als sie am letzten Abend ihre Sachen packte um zum vereinbarten Treffpunkt im Park zu gehen. „Klar freue ich mich..... Es gibt nichts, was ich lieber täte, als für einen Haufen Hirngespinste mein Leben zu riskieren....“ Sie verließ ihre Wohnung mit einem kleinen schwarzen Rucksack und hatte ihre „auf Achse- Klamotten“ an, zudem einen französischen Zopf und Fahrradhandschuhe, ebenfalls schwarz. Simon schien noch nicht da zu sein, es war bereits halb sieben. In der halben Stunde hatte Sidney sich schon ein mal etwas vorbereitet. Die Augen geschlossen, saß sie auf der Bank und lauschte in die Dunkelheit, auf so gut wie alles gefasst. Dann plötzlich war es soweit. Sidney spürte einen kalten Windhauch und das jemand vor ihr stand. Ohne sich zum Narren machen zu wollen, falls es doch nicht Simon sein sollte, öffnete sie die Augen. Es war Simon. Mit einer Mischung aus Stolz und Mitleid, wie es Sidney schien, sah er sie an. „Hallo Engelchen. Das machst du gut.“ Mit Herzklopfen antwortete Sidney, „Ich habe doch nichts besonderes gemacht. Was soll daran so gut sein?“ Er lächelte auf eine merkwürdig gehässige Art und setzte sich zu ihr. „Ich will es dir erklären : Nicht viele Menschen sind bereit, sich blind der unbekannten Gefahr zu stellen. Du hast hier im Dunkeln, in einem menschenleeren Park gesessen und die Augen geschlossen. Du hast dich auf deinen Instinkt verlassen, der dir schon sagt, wenn sich Etwas oder Jemand nähert. Und doch öffnetest du erst die Augen als ich direkt vor dir stand. Du musst noch viel lernen. Ich hätte dich töten können, in den paar Sekunden, zwischen dem Gedanken >Jetzt mach ich die Augen auf< und >Ah, Simon steht vor mir<.



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